Weihnachten mit dem
MännerQuartett 1881
Am
14.12.2025 verwandelte sich der Lichthof des Berufskolleg in ein riesiges
einzigartiges Konzerthaus erster Güte.
Denn
das MännerQuartett 1881 gestaltete unter der Gesamtleitung von Lutz Schneider
ein besonders eindrucksvolles Weihnachtskonzert.
Zur
musikalischen Unterstützung hatten wir die „Martin Gospel Singers“ mit dem „Revier-Glockenchor
der Martinskirche“ unter der Leitung von Matthias Uphoff eingeladen.
Dabei
konnte man kaum ahnen, welch eine Vielzahl von beeindruckenden Musikrichtungen
sich hier die Ehre gaben und wahre Begeisterungsstürme auslösten.
Denn
ein Höhepunkt jagte wirklich den nächsten.
Angefangen
mit den vielseitigen Talenten von Martin Fratz, der uns nicht nur hervorragend
am Klavier begleitete, sondern auch die Moderation übernommen hatte und locker,
humorvoll und informativ durchs Programm führte.
Besonders
gespannt war man auf die Darbietungen der „Martin Gospel Singers“ die ihrem
Namen wirklich alle Ehre machten. Mit temperamentvollen Rhythmen und Lebensfreude
zeigten sie beim „Halleluja“ und „Happy Day“ was in ihnen steckt und man mit
Gospel-Musik für Tolles bewirken kann. Besonders glänzten dabei die profihaften
und engagierten Soloeinlagen von der Vereins-Vorsitzenden Anja Hoppe, die wirklich
Musik im Blut hat. Für ihr vielseitiges Repertoire von getragenen Stücken über
Volkslieder bis zu klassischen Spiritual-Songs ernteten die Gospels Singers
entsprechend reichlich Applaus.
Nicht
weniger Aufmerksamkeit fanden die phantastischen Klänge des „Glockenchores der
Martinskirche“ die ihren Handglocken unglaublich filigrane weihnachtliche Töne
entlockten. Gespannt lauschten die Gäste dieser schwierigen Klang-Koordination
und man hätte dabei wirklich eine Stecknadel fallen hören. Für unsere Zuhörer
war diese bezaubernde Musik ein ganz besonderes Erlebnis, was man nicht mehr
allzu oft zu hören bekommt.
Wie
sagte Martin Fratz in der Moderation so zutreffend, in dieser Welt kann man gar
nicht genug vom Frieden singen. Und genau das beherzte der gemeinsame Auftritt
des MännerQuartett 1881 mit den „Martin Gospel Singers.“ Mit den bekannten
Liedern „Wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg und dem
„Frieden/Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen, gestalteten wir einen
weiteren Programm-Höhepunkt.
In
dieser lernunfähigen Welt, erzeugte diese gemeinsame aussagekräftige
Interpretation für ein friedliches Zusammenleben, echte Gänsehaut.
Wer
aber glaubte, eine Steigerung wäre kaum möglich, hatte sich geirrt, denn das
MännerQuartett 1881 übertraf alle bisherigen Erwartungen. Mit dem phänomenalen
stimmgewaltigen Stücken „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven und dem
„Swinging Christmas“ von Otto Groll, erfüllten sie den Saal bis in den letzten
Winkel mit Wohlgefallen. Auch vorher konnte man sich neben anderen Stücken, an
das gefühlvolle und zarte Lied „Die Rose“ erfreuen. Jedenfalls war nicht zu
überhören, dass der Männerchor eine erhebliche Leistungssteigerung im Klangbild
vorweisen konnte, was Intonation, Aussprache und Einsätze entsprach. Mit seinem
präzisen Dirigat hatte Lutz Schneider alles voll im Griff, wobei sich die harte
Probenarbeit echt gelohnt hatte und mit einem positiven Ergebnis belohnt wurde.
Was
nun aber noch folgte, war einfach atemberaubend.
Denn
Lutz Schneider und Martin Fratz, zwei echte Virtuosen am Flügel, zeigten in
einem spektakulären vierhändig gespielten Auftritt, wie man ein Instrument
beherrschen kann. Mit unglaublicher Leichtigkeit und Spielfreude tanzten ihre
Finger über die Tasten und ließen die Zuhörer nur noch ungläubig staunen. Besonders
die temperamentvolle „Petersburger Schlittenfahrt“ hatte es den Besuchern
angetan, die sich dafür mit stürmischem Applaus bedankten.
Und
als wenn das nicht schon genug gewesen wäre, konnte unser Chorleiter Lutz Schneider
auch noch beim „Weihnachts-Gesang“ seine sängerisches Fähigkeiten unter Beweis
stellen.
Mehr
Vielfältigkeit kann man wirklich von keinem Konzert erwarten und wie sagte
Richard Wagner so zutreffend: Musik ist die Sprache der Leidenschaft“ und das
konnte man hier eindrucksvoll miterleben.
Zum
glorreichen Abschluss sang das Publikum gemeinsam mit den Chören „Sille Nacht,
heilige Nacht“ und verlangte danach noch eine wohl verdiente Zugabe.
Somit
erklang vor vollem Haus noch als letzter musikalischer Beitrag „Weihnachten bin
ich zu Haus“, was wir auch allen Beteiligten von ganzem Herzen wünschen. Jedenfalls
habe ich noch nie so viele zufriedene Gesichter gesehen, denen wir eine
vorweihnachtliche Freude bereiten konnten. Wer dies nicht miterlebt hat, hat wirklich
etwas verpasst.
Rolf
Zydeck, 16.12.2025