Presse 2006

 

WAZ 20.Dezember 2006

          Sangesfreude eindrucksvoll dokumentiert

          Männerquartett 1881 begeisterte im ausverkauften Saalbau.

 
Von Christian Neumann

Mit ihrem mittlerweile traditionellen Weihnachtskonzert begeisterte das Männerquartett 1881 zusammen mit seinen Gästen das zu vielen hun-derten erschienene Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Saalbau.
Dass dieses „vorweihnachtliche Finale" schlussendlich zu einem Erfolg geriet, ist dabei sicherlich nicht nur allein dem Männerchor zu verdanken, der, wie nicht anders zu erwarten, auch in diesem Jahr einen wahren Hort des Elans und der vorweihnachtlichen Sangesfreude stellte. Und die wirkte ansteckend: Nicht erst bei Rheinbergers „Ave Maria", das die rüstigen Männer begeistert und energiereich über die Bühne brachten. Auch mit den Gastauftritten diverser Ensembles gelang so mancher Glücksgriff.
So ließ sich das Publikum nur allzu gerne durch den sich in zahlreichen Wettbewerben behaupteten „Mädchenchor   am   Köllner Dom" mit seinen Sängerinnen im Alter zwischen 13 und 20 zu Applaus hinreißen: Ob in Holsts „Ave Maria" oder Jürgen Goiles hübschem „Das Volk, das im Finstern wandelt" - die jungen Damen erfreuten durch klare Intonation und ein stimmiges Konzept. Dahinter stand der zweite Teil des Programms selbstverständlich nicht zurück.
Gleich zu dessen Beginn war bereits vor der Pause eine „überraschung" angekündigt worden - und die hatte es wirklich insich. So versammelte sich unerwartet auf der Bühne das Schulblasorchester des Essener Don-Bosco Gymnasiums unter Leitung von Michael Meuers und versprühte unter frenetischem Applaus der Zuhörer mit jugendlichen Esprit, Charme und einer Zusammenstellung deutscher und amerikanischer Klassiker Weihnachtsstimmung.

Routiniert und erfahren führte die WDR4-Moderato-rin Kirsten Erhardt durch den Abend.


Mittendrin 15.September 2006

125 Jahre Männerquartett: Von wegen alt

Großes Festkonzert

von Carlo Sporkmann -

 

 

Nicht nur Karstadt feiert dieser Tage sein 125-jähriges Jubiläum, auch ein alt eingesessenes Quartett lässt in diesem Jahr die Korken knal­len: das Bottroper Männer Quartett wird 125 Jahre alt. Rechnet man ein­mal zurück: 1881 - das Jahr, in dem Rumänien zum Königreich wurde, in dem nach einem Brand im Wiener Ringtheater der eiserne Vorhang eingeführt wurde und in dem Picasso auf die Welt kam. Genau in jenem Jahr verbündeten sich ein paar männ­liche Musikbegeisterte zum Männer Quartett 1881 Bottrop e.V. Zurzeit besteht der Gesangsverein aus rund 80 aktiven Sängern, aufgeteilt in die vier Kategorien erster/zweiter Tenor und erster/zweiter Bass. Geleitet werden sie von Ludger Köller, der im Mai mit dem Titel „Chordirektor ADC“ ausgezeichnet wurde. "Ich bin nicht der Star des Chors, sondern habe einfach die Funktion inne, alle auf der Bühne zusammen zu hal­ten.", betont Köller, der seit seinem siebten Lebensjahr Klavierunterricht erhält. Nach der Schule ging's dann zur Folkwang-Musikhochschule und über viele kleinere Umwege gelangte er 1996 zum Männerquartett: "Nicht nur der Chor, sondern auch ich feie­re dieses Jahr ein Jubiläum." Er ist sichtlich stolz darauf, die Schnüre für das Festkonzert fest in den Händen zu halten. Es ist eine imposante Mischung, die den Höhe­punkt des Jubiläumsjahres bildet. 79 aktive Sänger, die große Orchester­vereinigung Collegium Sinfonicum, die Altistin Angela Froemer, die So­pranistin Elisabeth Otzisk und der Bass-Bariton James Tolksdorf  bilden das musikalische Gespann, welches die Zuschauer begeistern und alle Mitglieder der letzten 125 Jahre eh­ren soll. Auf die Anwesenheit des letztgenannten ist Pressesprecher Willi Antonin besonders stolz: "Vor sechs Jahren ist er zu den Bottroper Chortagen extra aus New York an­gereist", erzählt der begeisterte Sän­ger. Ein netter Händedruck noch, und dann sind sie auch schon alle in der Garderobe verschwunden, um ein wenig später auf der Bühne mit musikalischen Genüssen von Strauss, Mozart oder Brahms nur so um sich zu werfen.       
 


 WAZ 12. September 2006

  

Da lief einem ein Schauer über den Rücken.
Musikalischer Abend des Männer Quartetts

Zum 125. Geburtstag ließ sich das Männer Quartett 1881 nicht lumpen und lud zu einem musikalischen Abend zwischen Klassik und Operette. Fazit: ein Erfolg auf der ganzen Linie. 

Ohne jeden Zweifel: Hier war nicht Kleckern, sondern Klotzen angesagt. Zum Chorjubiläum wurde hier wirklich mit einem Programm aufgefahren, das wohl unter allen Ereignissen der Bottroper Chorlandschaft in den letzten Jahren Ausnahmecharakter besitzt.

Neben der elanreichen Leistung des Männer Quartetts, die es an vielen Stellen des Abends unter Beweis stellte, fängt das schon an mit dem Orchester. Das „Collegium Sinfonicum“, ein Projektzusammenschluss des Bottroper Kammer-orchesters mit Instrumentalisten aus Deutschland und den Niederlanden: Sei es Brahms’ Alt-Rhapsodie, zusammen mit der Altistin Angelika Froemer oder Auszüge aus Mozarts „Don Giovanni“, in denen Sopranistin Elisabeth Otzisk und Bariton James Tolksdorf ein formidables Paar abgaben, seien es in dunkle Tiefen dringende Schwermütigkeiten oder beschwingte Lebensfreude mit einem subtilen Lächeln zwischen den Noten: Authentizität ist hier immer gleichermaßen gegeben.

„Landerkennung“, Griegs mystisches Werk für Orchester, Bariton und Chor geriet hier zweifelsohne zum absoluten Höhepunkt des Abends. Zwischen bittersüßer Melancholie und monumentaler Präsens  überzeugte hier insbesondere Tolksdorf auf ganzer Linie: emotional, berührend und so traumhaft schön, dass einem ein Schauer über den Rücken lief.

Aber auch die Freunde der Oper und Operette kamen auf ihre Kosten: Ob es nun „Anatevkas“ Vorliebe für Zigeunerliebe“ war oder „Carmen“, die eher der „Fledermaus“ den Vorzug gab: Das Publikum war sichtlich begeistert. Durch den Abend führte einmal mehr souverän Angelika Nehm. 
Chr.
 

 


24. Juni 2006   WAZ

 Ludger Köller trägt nun den Titel Chordirektor
   Auszeichnung für Leiter des Männer Quartetts 1881

 


 Gratulation für Ludger Köller zum neuen Titel  

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände hat Ludger J. Köller, Leiter des Männer Quartett 1881 Bottrop, den Titel "Chordirektor ADC" verliehen. Diese Auszeichnung für hervorragende künstlerische Leistungen in der Chorleitung ist eine seltene Anerkennung: Seit 2004 sei dieser Titel nicht mehr vergeben worden, berichtet Willi Antonin, betraut mit der öffentlichkeitsarbeit des Chores.
 
Vor zehn Jahren übernahm Köller, der als Studienrat an einem Essener Gymnasium Theologie und Musik unterrichtet, im Alter von 25 Jahren die Leitung des Männer Quartetts. Zu diesem "kleinen" Jubiläum gratulieren ihm Sänger und Vorstand, die sich mit dem 35-jährigen über die Ernennung zum Chordirektor freuen. Der seit 1969 verliehenen Auszeichnung ging ein Prüfungsverfahren voran, in dem sich Köller für diesen Titel qualifizierte. Voraussetzung ist eine erfolgreiche künstlerische Tätigkeit mit regelmäßigen Aufführungen in einem Zeitraum von in der Regel mindestens zehn Jahren.


24. Juni 2006 Stadtspiegel

Im Brauhaus Bottich fand jetzt ein Festakt ,,125 Jahre Männerquartett 1881" statt. Die Gemeinschaft ehrte langjährige Jubilare und auch Chorleiter Ludger J. Köller wurde eine besondere Ehre zuteil. Ihm wurde der Titel „Chordirektor ADC“ verliehen.                          


Männerquartett 1881 ehrt seine Jubilare
Festakt im Brauhaus - Köller nun Chordirektor

(D.J.) Der feierliche Gottesdienst in der Propstekirche St.. Cyriakus und die festliche Matinee im Vereinslokal Brauhaus "Bottich" waren jetzt weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr. Das Männer Quartett 1881 Bottrop e. V. feiert 2006 sein 125-jähriges Bestehen.

Beide Veranstaltungen wurden vom Jubelchor unter der Leitung von Chordirektor ADC Ludger Johannes Köller, der Titel wurde ihm im Rahmen des Festaktes für besondere Verdienste verliehen, musikalisch gestaltet. Nach dem herzlichen Grußwort des 1. Vorsitzenden Fred Reese gab es anerkennende Worte vom Jubiläumsschirmherrn OB Peter Noetzel sowie dem Präsidenten des Sängerbundes NRW Hermann Otto. Beide hoben in ihren kurzen Ansprachen die beispielhafte Kulturarbeit, den beachtlichen Dienst an Lied und Musik während der langen Chorgeschichte hervor.

Die Ansprachen wurden durch Darbietungen des Chores sowie den Vortrag des Baritons James Tolksdorf  "Der Bajazzo" stimmungsvoll unterbrochen.

Dann erfolgte die Ehrung der 21 Sängerjubilare mit entsprechenden Urkunden und Präsenten. Die Auszeichnung der verdienten Mitglieder nahmen Hermann Otto, der Vorsitzende des Vestischen Sängerkreises Karl-Josef  Ptaschek und Fred Reese gemeinschaftlich vor. Sie dankten nicht nur den Jubilaren, sondern zugleich allen aktiven Sängern, deren Lebenspartnerinnen und dem treuen Zuhörerkreis für ihren Einsatz.

Geehrt wurden für 60 Jahre: Helmut Wesselmecking, Theo Thiehofe, für 50 Jahre: Manfred Freese, Heinz Hißmann, Hans Michalek, Fred Reese, Helmut Schrade, Günter Wollnik, Heinz Zaczek, für 40 Jahre: JosefKosch, Felix Ventzke, für 25 Jahre: Wolfgang Abresche, Willi Antonin, Andreas Freitag, Heinz-Josef Gödeker, Horst Reinges, Günther und Johann Schäfer, Dieter Schwittay, Winfried Thomas und Rudolf Schröter.

 


03.07.2006 / LOKALAUSGABE / ESSEN WAZ

Essener Studienrat jetzt Chordirektor

Als "Chordirektor ADC" darf sich in Zukunft Ludger J. Köller, Studienrat am Gymnasium Essen, bezeichnen. Verliehen wurde der seltene Titel von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC) für hervorragende künstlerische Leistungen in der Chorleitung. Köller dirigiert seit 1996 das Männer-Quartett 1881 Bottrop. Er studierte an der  Folkwang - Hochschule Klavier und Chorleitung.


 19. Juni 2006  WAZ

    Festliche Matinee im Brauhaus „Bottich“

           Männer-Quartett 1881 feiert 125-jähriges

Mit einer festlichen Matinee feierte das „Männer Quartett 1881 Bottrop" am Sonntag das 125jährige Bestehen im Vereinslokal Brauhaus „Bottich".

Viele geladene Gäste waren gekommen, um den Sängern zu gratulieren. Den Auftakt zu den Feierlichkeiten aber übernehmen die aktiven Sänger des Männer Quartetts selbst mit einem Jubiläums-Lied.

Schirmherr Oberbürgermeister Peter Noetzel bedankt sich in seiner Begrüßungsrede für den kulturellen Beitrag, den das Männer Quartett 1881 Bottrop für die Stadt leistet.
Zwischen den Reden unterhalten die Sänger unter der Leitung von Ludger J. Köller die Gäste. Der erste Vorsitzende Fred Reese moderiert mit seiner kraftvollen Stimme die Feier.

Auch der Präsident des Sängerbundes NRW, Hermann Otto, war der Einladung des Männer Quartetts gern gefolgt. „Das Singen ist das älteste Instrument, das die Menschen benutzen, um Musik zu machen, Das Singen in einem Chor fördert das Sozialverhalten der Menschen und die geistige Entwicklung unserer Kinder. Aus diesem Grund ist die Arbeit der Chöre so wichtig", betonte der Sängerbund- Präsident und erhielt dafür begeisterten Applaus.

Im Rahmen der Jubilarfeier wurden auch langjährige Mitglieder durch den Sängerbund- Präsidenten Hermann 0tto und den 1. Vorsitzenden des Vestischen Sängerkreises, Karl-Josef  Ptaschek, ausgezeichnet. Wir werden auf die Jubilarehrung noch in einer unserer nächsten Ausgaben zurückkommen.                                                                                jh

 


  3. Mai 2006 Stadtspiegel

  Zum Rendezvous mit Wolfgang A. Mozart

   Männer-Quartett 1881 konzertiert im Lichthof

Das musikalische Rendezvous mit Wolfgang Amadeus Mozart werden die Konzertbesucher auch sichtbar erleben. Sie werden vom kleinen Wolfgang und Schwester Nannerl begrüßt. Die beiden verteilen süße überraschungen.                                             

 (CB) Das Männer-Quartett 1881 feiert in diesem Jahr bekanntlich sein 125-jähriges Bestehen. Drei große Konzert-veranstaltungen haben die Sänger im Jubiläumsjahr geplant, die erste findet am Sonntag, 7. Mai um 17 Uhr im Lichthof des Berufskollegs statt. "Ein musikalisches Rendezvous mit Wolfgang Amadeus Mozart" ist der konzertante Nachmittag überschrieben.

Beim Lesen des Programms wird deutlich, wie intensiv sich die Chormitglieder unter der Leitung von Ludger J. Köller mit der inhaltlichen Ausgestaltung des Konzertnachmittags auseinandergesetzt haben. Zum Auftakt wird das "Bundeslied" von Wolfgang Amadeus Mozart intoniert, das für den Jubiläumschor eine ganz besondere Bedeutung• hat. In der zum 125-jährigen Gründungsjubiläum erschienenen Chronik ,,Leben mit Gesang" ist nämlich nachzulesen, dass es eben jenes ,,Bundeslied" war, das zu den ersten Stücken gehörte, die die Sänger im Gründungsjahr 1881 einstudierten.

Inhaltlich setzt das Konzertprogramm - das lässt der Titel vermuten - Schwerpunkte in Sachen Mozart. ,,Im zweiten Teil haben wir uns aber ganz bewusst entschieden, einen Gegenpol zu schaffen", erklärt Vorsitzender Fred Reese. Die Konzertbesucher dürfen sich auf bekannte Wiener Melodien freuen, Karl Zellers Vogelhändler ist ebenso dabei wie ,,Im Prater blühn wieder die Bäume" von Robert Stolz oder aber Franz Lehars „Lustige Witwe“

Neben den Aktiven des Jubiläumschores sind am Samstag die Sopranistin Elisabeth Otzsik, Gary Bennett (Tenor), Bass-Bariton James Tolksdorf und Zdenko Sojcic am Flügel zu erleben. Die Moderation des Konzertnachmittags liegt in den Händen von Angelika Nehm. Die Gesamtleitung hat Ludger J. Köller.

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, zum Jubiläumskonzert Solisten zu verpflichten, mit denen wir schon einmal in früherer Zeit zusammen gearbeitet haben", erklärt Fred Reese den großen "Wiedererkennungswert". Neu mit dabei ist Tenor Gary Bennett. ,,Er gehört zu den Platin-Tenören", berichtet Fred Reese. Die ursprünglichen Pläne des Männer Quartetts 1881 hatten eine Verpflichtung Bennetts für das Festkonzert im September vorgesehen. "Doch zu diesem Zeitpunkt steht er bei Andre Rieu unter Vertrag und gastiert in Amerika." Restkarten für das Konzert im Lichthof sind noch in der Vitaminecke Bochenek und im Stadtinfobüro zu bekommen
                                                                                                           


   10. Mai 2006 Stadtspiegel

 

 Das Männer Quartett 1881 feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Das Konzert im Lichthof des  Berufskollegs setzte einen ersten Glanzpunkt im Jubiläumsprogramm.

Erster Höhepunktpunkt im Jubeljahr

Männer Quartett 1881 begeistert im Lichthof

(D.J.) Zu einem überwältigenden Ereignis und zugleich erstem Höhepunkt im Jubiläumsjahr „125 Jahre Männer Quartett 1881“ wurde das „Musikalische Rendezvous“ im ausverkauften Lichthof der Berufsschule.

Kostbarkeiten für Herz und Ohr enthielt die vom Besucherkreis mit Begeisterung aufgenommene Programmfolge. Im ersten Teil war sie dem Komponisten W. A. Mozart gewidmet, im zweiten Teil brachten die Sänger leicht / lockere Melodien zu Gehör, die schon seit Jahrzehnten echte "Ohrwürmer" sind und von Zeller, Lincke, Millöcker, Kalman und Lehar geschaffen wurden.

Sauber und glänzend interpretierten als erfolgreiche Solisten mit hohem Stimmpotenzial und beeindruckender Mimik Elisabeth Otzisk (Sopran), Gary Bennett (Tenor) und James Tolksdorf (Bass-Bariton) die Bravour - Arien und die Chorbeiträge aus "Mozarts ,,Zauberflöte" sowie den klassischen Wiener Operettenklängen., Am Flügel begleitete die Akteure überzeugend und einfühlsam Zdenko Sojcic.
 
Als Moderatorin mit Charme, Sachkenntnis und Humor glänzte wieder einmal Angelika Nehm. Die Gesamtleitung lag beim Dirigenten Ludger J. Köller, der schon seit 10 Jahren den Chor erfolgreich führt.

 


09.Mai 2006 WAZ

                 Mit Freude an der Musik

  Männerquartett 1881 präsentierte „Leben mit Gesang"

 

  Zu einem musikalischen Rendezvous lud am späten Sonntagnachmittag das Männerquartett 1881 und „verköstigte" seine Zuhörer mit allerlei Gehaltvollem nicht nur aus der klassischen Wiener (Musik-)Küche.

„Leben mit Gesang", das war das Motto des Abends. Und wie ernst es die rüstigen Männer in den Reihen des Chores mit dieser Einstellung meinten, das stellten sie im bis auf den letzten Platz gefüllten Lichthof unter Beweis. Zusammen mit ihrem Dirigenten Ludger J. Köller führten sie durch ein Programm, das - wie sollte es im Mozartjahr anders sein - im ersten Teil durch selbigen dominiert wurde. Ob das Bundeslied - im übrigen das erste Lied, das der Chor jemals gesungen hatte - oder das bekannte „Dir, Seele des Weltalls": Von Beginn an ist klar, hier singen Menschen mit großem Elan und Freude an der Musik. Und wenn man von Mozart spricht - oder besser: singt - so darf die Zauberflöte natürlich fehlen, seine angeblich schönste Oper mit einem, wie Kritiker oft bemerken, eher einfaltigen Libretto. Das störte nun aber den Musikgenuss naturgemäß nicht, und so hatten Gastauftritte etwa Sopranistin Elisabeth Otzisk, Gary Bennett im Tenor und James Tolksdorf im Bariton. (Sehr hübsch übrigens sein "Ein Männchen oder Weibchen" mit viel Humor und Charme).

 Bemüht locker und insgesamt unterhaltsam führte Angelika Nehm durch das Programm und ließ es sich nicht nehmen, den Abend aufzulockern.                                              neu

  


10.03.2006  WAZ

                                   Mehr Lesebuch als Chronik

 

Das Männer Quartett 1881 schaut zurück auf eine 125-jährige Tradition. Das Blättern im Jubiläumsband bereitet nicht nur den Sängern Vergnügen, denn der Blick geht über den Tellerrand hinaus.

Gut und schön: Zu einem Vereinsjubiläum gehört eine Festschrift. Aber zum 125-jährigen Bestehen des Männer Quartetts 1881 sollte es ein bisschen mehr sein. Nun legt der Verein eine Chronik vor, die als Lesebuch - mit musikalischer Note, versteht sich - viel Vergnügen bereitet. Denn man hat sich getraut, über den Tellerrand der Vereins- und lokalen Geschichte hinauszuschauen. Mit wenigen Ausnahmen gilt jede Seite der Chronik   einem Jahr der Vereinsgeschichte. Die wiederkehrenden Rubriken "Was in Bottrop geschah" - " . . . und in der Welt" ordnen die Nachrichten aus dem Vereinsleben in die historischen  Zusammenhänge politischer, sozialer und musikalischer Entwicklungen ein. Vielfalt wird deutlich, neue Aspekte eröffnen sich, und obendrein wird mancher Leser oft schmunzeln: Als im Jahre 1960 eine unbekannte Band namens "The Beatles" erstmals in einem Hamburger Club auftritt, haben die Bottroper Sänger kurz zuvor beim Volkslieder-Preissingen  den zweiten Platz belegt.
 
Am Anfang der Geschichte stand das "Heideblümchen": Der Name des 1881 gegrün-deten Männergesangvereins, der die Verwurzelung in den Heideflächen des kalten Eigen bezeichnen sollte, fand 1961 keine Gnade mehr vor den Augen des Deutschen Sänger-bundes und wurde als "gegenwartsfremd" gebrandmarkt. Doch erst 1970 gab der Verein dem Druck nach und wählte den Namen "Männerchor 1881 Bottrop-Eigen". 30 Jahre später verschmelzen das Bottroper Männer-Quartett und der Männerchor 1881 zur größten Chorgemeinschaft unserer Stadt. In der Chronik kommt die Entwicklung beider Vorläufer-Ensembles zu ihrem Recht. Die ära des Nationalsozialismus wird in der Chronik nicht verschwiegen. Dies wurde zwar erwogen, doch habe sich der Chor für vollständige Dokumentation entschieden, erklärt Fred Reese: "Das gehört zur Zeitgeschichte."

Anekdoten und heiteren Vereinsinterna sind eigene Seiten gewidmet. Die Kommentare unzufriedener Chorleiter geben Auskunft über verunglückte Proben: "Die Noten sind Ihnen dankbar, wenn Sie auch hinschauen." Anfang 2005 begann die Arbeit für die Chronik, die sich aus vereinseigenem Archivmaterial und weiteren Quellen speist; WDR-Mitarbeiter Hubert Maessen arbeitete bei der Redaktion mit.

Die Chronik „Leben mit Gesang“ -25Jahre Tradition 1881-2006 wird in der Humboldt-Buchhandlung am Rathaus zum Preis von 16,50 € verkauft.   mls


 

Letztes Update ( Tuesday, 15. April 2008 )