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Presse 2010 Drucken

        

WAZ Bottrop 14.12.2010


        Gelungenes Debüt mit dem Weihnachtskonzert
             Männer Quartett 1881 unter Leitung von Axel Quast im Saalbau

   

 Das Männer Quartett 1881 Bottrop beim Weihnachts-Konzert im Saalbau. Neben dem Chor wirkten hochkarätige Gäste mit. Das Publikum war begeistert.
Foto:Winfried Labus

 Hans-Jörg Loskill

Nach 15 Jahren fand beim Männer Quartett 1881 der (Dirigenten-)Stabwechsel in 2010 statt: Ludger J. Koller suchte nach einer neuen Aufgabe, Axel Quast löste ihn ab. Sein Debüt lieferte er schon nach kurzer Probenzeit mit der Gesamtleitung des populären und traditionellen Weihnachtskonzertes im ausver kauften Saalbaus ab. Neben dem Chor wirkten hochkarätige Gäste mit: der Bassbariton James Tolksdorf aus Dortmund, das Gabrieli-Blechbläser-Ensemble Johannes Penkalla) und Köller an der Orgel und am Klavier. Die punktuelle Zusammenarbeit mit dem „Quartett" geht also für beide Seiten weiter.

Keine Qualitätseinbuße

Quast demonstrierte seine musikalischen Stärken und sein chorisches Verständnis:präzise im Konzept und in der gedanklichen Dramaturgie, leise und zurückhaltend im Auftreten, gestisch ohne jegliches Pathos, den Klang der rund 60 Männerstimmen differenzierend und in der Balance effektiv und klug gestaltend. Der Leitungswechsel dürfte also nicht von einer Qualitätseinbuße begleitet werden.
Das Quartett hat sofort in 2011 wieder viel vor das nächste Konzert folgt am 17. April. Um Nachwuchs zu gewinnen, bietet der Chor eine „Schnuppermitgliedschaft" an. Man will junge Stimmen gewinnen!
„Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt" - das war das adventliche Motto des Programms mit Werken aus verschiedenen Jahrhunderten. Bach und Rabe, lhlau und Reger, Berlin und Faure\ Schweitzer und Mozart, Lüderitz und Anderson, Gluck und Bortniansky u.a. im steten Wechsel: Das große Auditorium kam auf seine Kosten. Viele „Herzenswünsche" wurden in diesem reichen weihnachtlichen Angebot mit 25 Titeln erfüllt.
Das Gabrieli-Sextett führte sich sensibel mit schwieriger Chromatik (beispielsweise bei Brückner und Faures melancholischer „Pavane") und satter Bläseropulenz ein, Tolksdorf sonore Stimme bewältigte in ästhetischem Ebenmaß Sologesänge (u.a. „White Christmas" und das durch J. Carreras weltbekannte italie- nische Volkslied „Mille Cherubini") und partnerschaftlichc Aktion (wie in Fritz Ihlaus Hit „Jerusalem" oder Cesar Francks „Panis Angelicus").
Dieser Sänger ist schon mit dem Männer Quartett „verheiratet" (seit 1994 tritt er mit ihm auf).



                           

Filigrane Gestaltung

Der Chor gestattete sich selbst melodische Favoriten von Mozarts „O Isis und Osiris" bis zu „Ich bete an die Macht der Liebe", von „Maria durch den Dornwald ging" bis zur Adventskantate „Tochter Zion" (Arrangement: A.Quast).
Die stattliche Gruppe trat durch lyrische Geschlossenheit und filigrane Gestaltung auf. Dass an der Intonationssicherheit weiter und immer wieder neu gearbeitet werden muss, wissen die Herren und der Dirigent selbst am besten. Quast fordert den Chor. Das ist für die Weiterentwicklung nur gut. Mit der gemeinsam gesungenen „Stillen Nacht" ging das festliche Konzert stilvoll zu Ende: als Friedensbotschaft für Bottrop und für die „Welt da draußen". Großer Jubel für alle!
 
 


 

WAZ Bottrop, 15.11.2010

                                                    Zeitzeugen zitiert
        
Am Mahnmal im Stadtgarten der Opfer der beiden Weltkriege gedacht

     
An der Gedenkstätte im Stadtgarten an der Parkstraße gedachten Bürgerinnen und Bürger am Volkstrauertag der Toten aus den letzten beiden Weltkriegen. Es sprach Oberbürgermeister Bernd Tischler. 

Christina Banner
Deutschlandweit wird am Volkstrauertag der Opfer von Gewalt, Hass und Kriegen gedacht. Am Mahnmal im Stadtgarten lud der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu einer Gedenkfeier ein. Mit getragenen Klängen umrahmten das Männer Quartett 1881 Bottrop unter Leitung von Axel Quast und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr die Feierstunde in angemessener Weise.
Oberbürgermeister Bernd Tischler gedachte in seiner Rede vor dem mit Kränzen geschmückten Mahnmal vor allem der Opfer des Zweiten Weltkriegs, indem er einen Bottroper Zeitzeugen-Bericht zitierte.

Toleranz und Respekt

Seit dem Ende des Krieges seien nun mehr als 65 Jahre vergangen und „es gibt immer weniger Zeugen dieser Zeit. Wir stecken heute in einer ganz anderen Lebenswirklichkeit, ehemalige Kriegsgegner sind unsere Partner." Für umso wichtiger erachtet es der Oberbürgermeister, die Erfahrungen aus den Kriegen auch für heutige Generationen nutzbar zu machen: „Die Botschaft an alle muss sein: Nie wieder darf so etwas passieren!" Als Schlüssel hierfür sieht er Toleranz und Respekt im alltäglichen Umgang miteinander: „Friedenssicherung beginnt auf der kleinsten Ebene und reicht hoch bis zu den ganz Großen."
Johannes Tillmann, Pastor i.b.D. an St. Ludgerus, schilderte aus seiner Kindheit einige persönliche Erfahrungen mit dem Krieg, die ihn bis heute begleiten: „Ich sehe noch meine Mutter vor mir, wie sie gerade die Nachricht bekommen hat, dass mein ältester Bruder, gerade 20, seinen Kriegsverletzungen erlegen ist." Er rief dazu auf, stets die Sinnhaftigkeit menschlichen Tuns zu beleuchten, damit Krieg, Hass und Gewalt niemals die Oberhand gewinnen können.

WAZ Bottrop, 12.8.2010  

                      Behutsam neue Wege gehen
   
 

Chordirektor Axel Quast hat die Leitung des Männer Quartetts 1881 übernommen.
 
Das Weihnachtskonzert des Männer Quartetts 1881 im Saalbau wird der neue Chorleiter Axel Quast (2. v. li.) dirigieren. Darauf freuen sich der stellv. Vorsitznde Rolf Stolz (re.). Vorsitzender Bernhard Wortberg (2. v. re.) und Schriftführer Rolf Zydeck(li).  
Urheberrecht: W. Labus/WAZ FotoPool          


Marie-Luise Schmand

Axel Quast leitet mehrere Chöre: Frauen-, Männer-, Kirchen-, gemischte Chöre und ein junges Vokalensemble. Am Mittwoch ist die Reihe um einen Namen länger geworden: Der 43-jährige hat seinen Vertrag als Chorleiter des Männer Quartetts unterschrieben.

Echte Herausforderung

„Das ist eine echte Herausforderung", erklärt der Duisburger. Denn die Zahl der großen Männerchöre ist übersichtlich geworden  und der Bottroper Klangkörper tritt immerhin mit 67 aktiven Sängern an. Quast freut sich darauf, aus dem Vollem schöpfen zu können, denn manche Chorliteratur ist nur mit zahl reichen Stimmen überzeugend umzusetzen: „Für Edvard Griegs .Landerkennung' braucht man schon Klangfülle, da müssen 50 Männer auf der Bühne stehen, damit die symphonische Wucht spürbar wird, die dahinter steht." Wenn ihr neuer Chorleiter über zukünftige Projekte spricht, hören Vorsitzender Bernhard Wortberg, sein Stellvertreter Rolf Stoltz und Schriftführer Rolf Zydeck interessiert zu. Bei der Auswahl seines neuen musikalischen Leiters hat sich das Männer Quartett für einen der wenigen Chorleiter entschieden, die sich hauptberuflich dieser Aufgabe widmen. Was einiges über den Stellenwert aussagt, den die Sänger ihrem Hobby beimessen. Darüber hinaus war ihnen wichtig, einen jungen Dirigenten statt chorischen Urgesteins zu verpflichten. Denn die Leidenschaft für den Gesang soll das Männer Quartett in die Zukunft tragen.

»Dass wir uns nicht dagegen sträuben und uns nicht wehren «

Axel Quast studierte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf Klavier und im Anschluss am königlichen Conservatorium Maastricht Dirigat. Während des Studiums sang er im Hochschulchor, übernahm die Leitung einer Sängergruppe, dann einer weiteren: „Und irgendwann war es der Hauptberuf", sagt er rückblickend. Der 43- Jährige arbeitet fast ausschließlich mit Laienchören, denen er bei Auftritten gern professionelle Musiker zur Seite stellt. Der Deutsche Sängerbund honorierte seine Leistung, indem er ihm den Titel eines Chordirektors verlieh.Axel Quast will den klassischen Chorgesang als vertraute Stärke des Quartetts pflegen, „aber auch behutsam neue Wege gehen". Für den Chor versichert Bernhard Wortberg, „dass wir uns nicht dagegen sträuben und uns nicht wehren." Auch wenn es etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen werde, Neues und Ungewohntes einzustudieren. Und: Eine vorsichtige Öffnung des Repertoires soll dem Männer Quartett auch die Perspektive eröffnen, neue und jüngere Sänger zu gewinnen, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Rolf Stoltz.

WEIHNACHTSKONZERT

Köller als Begleiter

Das Weihnachtskonzert im Advent wird der erste Auftritt des Chores vor großem Publikum unter Leitung von Axel Quast. Als Solisten hat das Männer Quartett den Bariton James Tolksdorf eingeladen, der Bottroper Chorleiter und Trompeter Johannes Penkalla übernimmt einen Part in einem Bläserquintett, dessen weitere Zusammensetzung noch festgelegt  wird. Als Instrumentalbegleiter wird auch der ehemalige Chorleiter Ludger J. Köller zu hören sein:
„Das ist eine schöne Geste von Seiten des Chors", freut sich Axel Quast über die Einladung seines Vorgängers.



 

WAZ Bottrop, 11.08.2010

                Abschied vom Männer Quartett

Ludger Koller legt nach 15 Jahren die Leitung des größten Bottroper Männerchors in andere Hände
 

                              


Marie-Luise Schmand

Das Sprichwort sagt: Geh, wenn's am schönsten ist. Ein wenig trifft dies auf Ludger J. Köller zu, der die Leitung des Männer Quartetts 1881 in andere Hände legt. 15 Jahre hat der Musikpädagoge mit dem größten Bottroper Männerchor gearbeitet, und er hat es gern getan. Zum Abschluss seines Engagements formte er aus zahlreichen Sängerinnen und Sängern, auch aus seinem Männer Quartett 1881, einen Projektchor, den er zum gefeierten Erfolg bei den Aida-Aufführungen auf der Halde Haniel führte. „Dieser Projektchor hat sich um die Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chöre verdient gemacht", erklärt der 39-Jährige. Ein stabiler Zusammenschluss von  Sängern über Chorgrenzen hinweg: „Das gibt es nicht häufig."

Chordirektor Ludger Köller gibt die Leitung des Männerchors nicht nur ab, weil das Gymnasium   Essen-Überruhr seinem Musiklehrer neue Aufgaben übertragen hat. Nach 15 Jahren sei die Zeit reif für Veränderung, dies gelte für ihn als auch für den Männerchor. Bevor sich Gewohntes bis zur Starre verfestigt, räumt er seinen Platz, damit Neues entstehen kann. Aber das Bottroper Publikum wird ihn in einer neuen Rolle wiedersehen: als Instrumentalbegleiter bei Konzerten des Männerchors.

Eine gute Zukunft

Er hat ihn als guten Klangkörper erlebt, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, Kulturarbeit zu leisten. Köller weiß um die Nachwuchssorgen in der Chorlandschaft: „Die alten traditionsreichen Chöre haben Schwierigkeiten. Es ist zurzeit   unglaublich schwer." Auch das Männer Quartett 1881 ist ein wenig geschrumpft, aber die gesunkene Zähl der Sänger muss kein Problem darstellen, so wenig, wie Quantität Gewähr bietet für Qualität. Gegen die Überalterung vieler Chöre kennt Köller kein Patentrezept. Das traditionelle Repertoire mit der Brechstange ändern zu wollen, schließt er aus. Als er mit dem Männer Quartett 1881 den Beatles-Klassiker „Yesterday" einstudierte, hat er zudem die Erfahrung gemacht, dass sich die ältere Generation mit fremdsprachigem Gesang sehr schwer tut.
Was Köller verständlich findet, denn erst die Jüngeren sind mit der englischen Sprache aufgewachsen. Seinen Nachfolger Axel Quast kennt Ludger Köller als renommierten Chorleiter. Er übernimmt seine Aufgabe in schwierigen Zeiten, aber: „Mit ihm wird der Chor eine gute Zukunft haben."

Sänger sagen Dank

Köller übernahm die Chorleitung als 25-jähriger Student der Folkwang-Musikhochschule. Er leitete 27 Konzerte und weitere Auftritte. „Der regelmäßig ausverkaufte Saalbau oder der Lichthof des Berufskollegs geben Zeugnis von seiner herausragenden Arbeit und seinem großen Engagement", erklärt Vorsitzender Wortberg. Die Sänger nehmen Abschied mit herzlichem Dank.

 


 

                                  „Gemeinschaft ist alles“

Im Rahmen der Kulturhauptstadt-Aktion Day of Song singen heute 70 000 Menschen in der Arena Auf Schalke.
Mit dabei ist auch das Männerquartett 1881 Bottrop – doch den Ruhrgebiets-Chor plagen Nachwuchssorgen
Von Edda Breski

BOTTROP * Es gibt eine nette Spekulation über die Macht der Massen-Bewegung: Wenn alle Chinesen gemeinsam zum gleichen Zeitpunkt in die Luft sprängen, müsste das gewaltige Effekte auf die Erde haben. Ganz so dramatisch wird das beim Day of Song an diesem Samstag wohl nicht werden. Vielleicht werden aber dennoch einige auf besondere Klang-Schwingungen achten, wenn übers ganze Ruhrgebiet verteilt Menschen gemeinsam singen. „Die Gemeinschaft“, sagt Willibald Wiechers, „das ist das wichtigste. Und in diesem Sinne ist der Day of Song ein grandioses Erlebnis.“

Freude am Gesang seit Kindertagen Der 76-Jährige ist seit Kindertagen aktiver Chorsänger; 1941 fing er an, in seiner Kirchengemeinde. Seine Leidenschaft steigerte sich zum ehrenamtlichen Engagement, als er vor zehn Jahren die Arbeitsgemeinschaft Bottroper Chöre mit ins Leben rief. 750 Sänger aus Bottrop fahren Samstag zur Arena Auf Schalke, um gemeinsam mit 70 000 Menschen, darunter als Stargäste Bobby McFerrin und die Wise Guys, zu singen. Auch Wiechers’ eigener Stamm-Chor, das Männerquartett 1881 Bottrop, fährt mit und wird mitten im Geschehen auf dem Spielfeld dabei sein. „Die Teilnahme ist für uns Ehrensache.“
Bernhard Wortberg, 69 Jahre alt, ist erster Vorsitzender des Chores, der sich im Jahr 2000 aus zwei traditionellen Männergesangvereinen, dem Männerchor 1881 und dem Männer-Quartett, zusammensetzte.
Der Name „Quartett“ täuscht übrigens, er hat nichts damit zu tun, dass der Chor nur vier Mitglieder gehabt hätte, sondern damit, dass ein klassischer Chor in vier Stimmen singt. Wortberg hat in seiner jahrzehntelangen Sängerlaufbahn eines gelernt: „Wenn die Gemeinschaft nicht funktioniert, dann bringt dir der schönste Gesang nichts.“ Für eine Gemeinschaft aber braucht es viele – und daran hapert es bei vielen traditionellen Chören. Wortbergs und Wiechers’ Chor hat immerhin 67 Mitglieder. „Seinerzeit haben wir uns zusammengeschlossen“, sagt der Vorsitzende, „weil die Mitgliederzahl in den einzelnen Chören nicht mehr da war, um einen qualitativ und quantitativ hochwertigen Gesang sicherzustellen.“ Soll heißen: Auch die Bottroper bekommen den klassischen Mitgliederschwund traditioneller Vereine zu spüren. Der Zusammenhalt in seinem Chor sei, sagt Wortberg, wunderbar, man habe viel Schönes erlebt.
Derzeit probt etwa ein Projektchor mit Teilnehmern des Männerquartetts für die „Aida“ auf der Halde Haniel (Premiere: 13. Juni). Klar ist aber auch: Der älteste Sänger im Chor ist 86, der jüngste schon 45 Jahre alt. „Die 20- bis 30-Jährigen kriegen Sie nicht zum Chorgesang, da ist das Konkurrenzangebot in der Freizeit viel zu groß“, meint Bernhard Wortberg. Der traditionelle Männergesangverein als aussterbende Art? „Nein, das glaube ich nicht“, meint er. „Denn die Gemeinschaft fängt die Menschen ein.“ Auch wenn sich wegen dem Day of Song keine  Neuaspiranten auf den Chorgesang bei den Bottropern gemeldet haben, bleiben die beiden Sänger optimistisch für ihre Zunft. „Auf jeden Fall ist der Day of Song eine gute Werbung für den Chorgesang.“
Einen ersten Vorgeschmack bekamen die Bottroper bei einer Großprobe in Essen. „Das war schon gewaltig“, sagt Wiechers. „Die Erfahrung wird in der Arena noch grandioser sein.“ Die Zusammenarbeit unter dem Dirigenten der Bochumer Sinfoniker, Steven Sloane, hatten sich die Sänger schwieriger vorgestellt, als sie letztlich war. „Teilweise haben die Sänger durcheinandergesessen, jeder musste für sich singen“, sagt Wortberg. „Aber das hat wunderbar funktioniert.“ Vielleicht, meinen die Sänger, habe noch nicht jeder Übergang so geklappt, wie Sloane es haben wollte. „Aber wir haben noch die Probe am Freitag in der Arena, und am Samstag die Generalprobe, das wird schon werden.“ Auch dort sitzen alle durcheinander – „und trotzdem wird es funktionieren“.
Dann werden die Sänger erleben, wie sich Massen-Gesang anfühlt: „Das Klangbild muss gewaltig sein.“

 


 

             Sänger wollen am Samstag Chorgeschichte schreiben

             Ruhr.2010: Vom Berliner Platz zum großen Spektakel auf Schalke
 
Wer träumt nicht davon, einmal auf Schalke ein dramatisches Endspiel mitzuerleben? Ein Spitzenspiel' der Chormusik bietet sich jedenfalls am kommenden Samstag, 5. Juni, in der Veltins-Arena - und mittendrin das Männer-Quartett1881 Bottrop.
Auf dem Schalker Spielfeld werden 233 Chöre mit über. 8500 Sängerinnen und Sänger ihre Stimmen erschallen lassen. Das Spektakel gehört zur Eröffnung des „Day of Song" (Tag des Liedes) im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010, in das die 53 Ruhrgebietsstädte eingebunden sind.
In Bottrop werden sich die teilnehmenden Chöre bereits um 12 Uhr auf dem Berliner Platz versammeln, um dann Grönemeyers Ruhrgebietshymne „Komm zur Ruhr" und das Bergarbeiterlied „Glück, auf, Glück auf" zu singen. Anschließend geht es nach Schalke, wo der größte Chor in der Geschichte der Chormusik in die Memoiren eingehen will.
Angesichts dieses Chorereignisses bietet das Männer Quartett 1881 Bottrop an, als so genanntes „Schnuppermitglied" die Chorproben zu besuchen, den Verein kennen zulernen und dann erst später zu über eine Mitgliedschaft zu entscheiden. Der Chor probt jeweils dienstags um 20 Uhr im Brauhaus Bottich.
Nähere Information gibt es bei Bernhard Wortberg, unter Tel. 687 608 oder unter
www.maennerquartettl881-bottrop.de.

 


Mittendrin Bottrop, den 30.02.2010                 

                              Zwei Wechselfälle im Gesang
             Neuer Vorstand des Männerquartetts 1881 sucht neuen Chorleiter


 

Im Laufe des Jahres wird das Männer-Quartett sich von seinem Chorleiter Ludger Köller verabschieden müssen, weil er sich künftig auf seine beruflichen Anforderungen ais Lehrer konzentrieren möchte. Dies teilte er nach 15-jähriger erfolgreicher Tätigkeit seinen Sängern mit, die seine Mitteilung mit Schweigen und dankbarem Applaus für das gemeinsam Erreichte aufnahmen. Der 39-jährige Köller versicherte auf der Jahreshauptversammlung, seinen diesjährigen Verpflichtungen im Chor nachzukommen, solange noch kein Nachfolger gefunden sei. „Nach der Ära Köller beginnt eine neue Ära des Männerquartetts", so Köller.
Für seine „herausragenden Leistung mit dem Männerquartett" hatte der Allgemeine Deutsche Chorverein Köller 2006 den Titel „Chormusikdirektor" verliehen. Mindestens bis zum „Day of Song" am 5. Juni mit vielen Chören aus dem Ruhrgebiet in der Schalkearena, versicherte Köller, in der Gemeinschaft zu verbleiben. Für die weitere Planung und Nachfolger findung werde er behilflich sein. 
Ais „zweite Großveranstaltung" kündigte Vorsitzender Bernhard Wortberg das Weihnachtssingen im Marienhospital an. Beim Stadtfest (30. Mai) singt das Männer-quartett im plattdeutschen Gottesdienst mit. Einladungen zur musikalischen Gestaltung einer Goldhochzeit und der Diamantenenhochzeit von Chormitglied Hans Mielek wurden angenommen.
Ausgewechselt wurde auf der Jahreshauptversammlung fast die komplette Vorstandsspitze, nachdem Vorsitzender Dieter Schwittay im letzen Jahr seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er hatte sich 2007 zur Verfügung gestellt, ais keiner den Vorsitz übernehmen wollte.
Auch das Chorurgestein Willibald Wiechers (zuletzt stellvertretender Vorsitzender) verließ? die Vorstandsebene. Neuer Vorsitzender ist Bernhard Wortberg, sein Stellvertreter Rolf Stolz. Schriftführer blieb Rolf Zydeck, dessen Stellvertreter Paul-Gerhard Horsters auf Günter Biehl folgte. Kassierer sind der bisherige Beisitzer Günther Schäfer (vorher Ehrenvor sitzender Herbert Wollnik) und Manfred Drüberg.
Die Notenwarte blieben Rüdiger Kolassa, Gerhard Haas, Winfried Thomas. Ais Beisitzer wurden bestätigt Bernhard Thiehofe, Karl Wefers, Heinz Hissmann, hinzugewählt wurde Karl-Heinz Drymalla.
Die Chorgemeinschaft „Männerquartett1881" hat sich durch Zusammenschluss von „Männerquartett 1916" und „Männer- or 1881" vor zehn Jahren gebildet und zählte damals 86 Mitglieder. Aufgrund vieler Sterbefälle ist Sängeranzahl heute auf 67 zurückgegangen. In den letzen beiden Jahren seien jeweils zwei Neuaufnahmen verbucht worden. Wortberg kündigte „eine intensive Werbung" an. pn
 

 


WAZ Bottrop, 24.02.2010 

                                

                    Männer-Quartett reiht sich in riesigen Chor ein
Verein macht auch beim Kulturhauptstadt-Projekt in der Schalker Arena mit. Neuer Vorstand wirbt um neue Mitglieder
 

 Wenn im Juni in der Schalker Arena ais Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr 2010 Tausende von Menschen Beethovens „Ode an die Freude" singen werden, ist auch das Männer-Quartett 1881 Bottrop mit dabei. Das verabredeten gut 60 Mitglieder des Quartetts jetzt noch einmal während ihrer Jahreshauptversammlung im Brauhaus Bottich. Außerdem laufen jetzt schon die Vorbereitungen für das nächste Weihnachtskonzert des Männer-Quartetts. Konzert im Saalbau Vor allem aber liegt dem neuen Vorstand die personelle und finanzielle Stärkung des Vereins am Herzen. Um dies zu erreichen, will sich der Sängerverein darum bemühen, neue Mitglieder zu gewinnen.
Der neue geschäftsführende Vorstand, den die 60 Sänger zusammen mit Chorleiter Ludger Köller wählten, setzt sich nun so zusammen: 1. Vorsitzender Bernhard Wortberg, 2. Vorsitzender Rolf Stoltz, 1 Schriftführer Rolf Zydeck, 1. Kassierer Günther Schäfer.
In den weiteren Vorstand wurden gewählt: 2. Schriftführer Paul-Gerhard Horsters, 2. Kassierer Manfred Drüberg, Notenwarte Rüdiger Kolassa, Gerhard Haas, und Winfried Thomas. Beisitzer Bernhard Thiehofe, Karl Wefers, Heinz Hissmann, Karl-Heinz Drymalla. Zu Kassenprüfern wurden bestellt: Rudolf Bochenek und Heinz Zaczek. Höhepunkte im zurückhegenden Jahr waren für die Sänger ihr Frühjahrskonzert unter dem Motto „Melodien die zu Herzen gehen", die groRe Jubilarehrung und eben das Weihnachtskonzert im Saalbau gewesen. Das Männer-Quartett 1881 hat zurzeit 67 aktive Sänger, die im vergangenen Jahr 33 Auftritte absolvierten.

 


 

WAZ Bottrop, 14.12.2009, hjl


Männerquartett 1881 hatte zum Traditionskonzert in den Saalbau eingeladen

Welche Zutaten braucht ein populäres Konzert zur Vorweihnacht? Gesang, passendes Programm zum Advent, eine Prise Romantik und interessante Gäste.

 

 Scheinbar eine einfache Mixtur. Wer sie anwendet, braucht sich kaum über ein prima Echo zu sorgen. So war es (wieder einmal) beim Konzert des Männerquartetts 1881, das traditionell zum 3. Advent in den Saalbau einlädt.

Alsterspatzen

Dirigent Ludger J. Köller und Co. konnten sich freuen: Das dringend sanierungsbedürftige Haus war bis auf den letzten Platz besetzt. Willibald Wiechers, gerade für seine Aktivitäten rund um Bottrops Chorwesen mit der Stadtplakette geehrt, und die Vorständler vom größten Männerchor der Stadt hatten erneut „das Herz" des Publikums getroffen. Mit den Hamburger Alsterspatzen (Gründer und Leiter seit 1975: Jürgen Luhn) luden die Sangesfreunde ein namhaftes Ensemble aus der Hansestadt ein. Bekannt wurde der Mädchenchor vor allem durch seine Mitwirkungen bei Produktionen der Hamburger Staatsoper (Tosca, Boheme, Bajazzo, demnächst in Chowantschina). Die Spatzen pfiffen es von den Dächern: Sie sind sympathische Botschafter der Kultur in Deutschlands Norden.

Mit Opernbeiträgen wie Humperdincks „Abendsegen" aus „Hänsel und Gretel" und swingenden Melodien zur Jahreszeit bedankten sich die jungen Damen für die Einladung.

Das Männerquartett setzte damit die Reihe jugendlicher Dialoge im Chorgesang fort - eine Idee, die weiter fortgesetzt werden sollte. Denn dass der Bottroper Chor ein paar junge Stimmen gebrauchen könnte, steht seit langem auf der Prioritätenliste.

Köller verzichtete auf komplizierte oder schwierige Literatur und hatte den Chor sofort auf seiner Seite: „Tochter Zion", „Die Macht der Liebe", „Lobe den Herrn der Welt" und Romantik pur mit Peter Cornelius u.a. waren dankbare Aufgaben, die die knapp 60 Mitglieder - darunter vier Sänger, die erst kürzlich für ihr 60-jähriges (!) Engagement geehrt wurden - problemlos vortrugen. Köller achtet auf hörbare Artikulation, auf differenziertes Gestalten und auf die üblichen Tugenden der Männerchor-Interpretation.

Begleitet wurden die Chorgruppen von den Bottroper Symphonikern um Konzertmeisterin Zsusza Debre, die auch selbst solistisch ein Violin-Zeichen setzte. Neben dem schon oft hier aufgetretenen Bariton James Tolksdorf (u.a. „Holy Night" als stimmungsvoller Weihnachtshit) waren weitere Solisten im Einsatz (Trompeten-Duo mit Vivaldi beispielsweise). Alle vereinigten sich zum großen Finale mit Georg F. Händels „Halleluja" aus dem „Messias" - ein bewegendes Bekenntnis zu religiös eingefärbter Musik und barocker Festlichkeit. Dabei stellten sich auch die Damen aus dem neu gegründeten Projektchor für das Kulturhauptstadtjahr 2010 erstmals vor. Ein angekündigtes Stück musste mangels aktueller Noten ausfallen: Fritz Ihlaus „Jerusalem", das vor 30 Jahren vom Männerquartett 1881 uraufgeführt wurde.

Angelika Nehm (WDR 4) lieferte als Moderatorin die Überleitungen. Ein bisschen professionellerer Umgang mit der Musik könnte bei der beliebten Ansagerin nicht schaden. Das große Auditorium, darunter auch die „Stadt-Herren" Tischler, Strehl und Wollek, zeigte sich überaus angetan vom Programmzuschnitt und der Qualität aller Beiträge. Man ging, schön „eingestimmt", nach Hause.

                                         

 



Letztes Update ( Dienstag, 15. März 2011 )